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Dienstag, 28.April 2020

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Agglomeration Thun

Neue Tangentiallinie Thun – Steffisburg

Der kantonale ESP Thun Nord (Arbeiten) ist von grosser wirtschaftlicher Bedeutung. Durch den Bau des Bypasses ist die Erschliessung des ESP mit dem MIV gewährleistet. Die ÖV-Erschliessung hingegen fehlt noch. Der National- und der Ständerat haben die S-Bahnhaltestelle Thun Nord im Juni 2019 in den Bahn-Ausbauschritt 2035 des strategischen Entwicklungsprogramms (STEP) Bahninfrastruktur des Bundes aufgenommen. Die geplante S-Bahn-Haltestelle Thun Nord wird Abhilfe schaffen und dem ESP Wachstumsimpulse verleihen. Ergänzend dazu ist eine tangentiale Buslinie vorgesehen, die von Steffisburg über den Bypass zur Haltestelle Thun Nord und weiter in den Südwesten von Thun führt. Die S-Bahnhaltestelle Thun Nord wird so für viele Zu- und Wegpendler zum attraktiven Umsteigeort.

Unter anderem aus diesem Grund wurde eine neue, tangentiale Buslinie von Steffisburg über das Areal des ESP Thun Nord und weiter in Richtung Zentrum Oberland untersucht. Mit der Studie wurden dabei sowohl grundlegende wie auch angebotsspezifische Punkte geprüft:

  • Anforderungen an den ÖV aufgrund bekannten Überbauungsvorhaben
  • Bedürfnisse der Gemeinden bezüglich der Erschliessung
  • Gewährleistung der Aufwärtskompatibilität
  • Genaue Linienführung, inkl. Fahrzeiten und Fahrbarkeit
  • Lage und Machbarkeit von Haltestellen
  • Einführungszeitpunkt und Angebotsetappen
  • Fahrgastpotenzial in Abhängigkeit zum Angebot (zur Ableitung des Kostendeckungsgrad für den Versuchsbetrieb)

Die Umsetzung des Angebotskonzepts der Tangentiallinie Thun - Steffisburg ist in mehreren Phasen angedacht:

  • Phase 1a Versuchsbetrieb: Die S-Bahn-Haltestelle Thun Nord ist noch nicht in Betrieb. Am Bahnhof Steffisburg wird stündlich ein Anschluss von/nach Konolfingen gewährt (Regio). Angebot: 30 Min. Takt, zeitliche Verfügbarkeit: 6 20 Uhr, Werktags

Gemäss Angebotsverordnung des Kantons Bern (AGV) müssen neue Angebote, vorerst
als Versuchsbetriebe mit einer Dauer von in der Regel 3 Jahren eingeführt werden.

  • Phase 1b Übernahme ins Grundangebot: Zeigt es sich, dass im Rahmen des Versuchsbetriebs die Anforderungen gemäss AGV erfüllt werden können, so kann auf Antrag der Region und vorbehältlich der Zustimmung durch den Grossen Rat die neue Buslinie ins kantonale Grundangebot aufgenommen werden.
  • Phase 2 S-Bahn-Haltestelle Thun Nord in Betrieb: Die Linie ermöglicht halbstündlich Anschlüsse auf der Relation Steffisburg <> S1 Aaretal und Thun, Zentrum Oberland <> S1 Aaretal. Am Bahnhof Steffisburg wird stündlich ein schlanker Anschluss von/nach Konolfingen /Burgdorf gewährt. Angebot: 30 Min. Takt, zeitliche Verfügbarkeit: 6 20 Uhr, Mo Sa
  • Phase 3 Zielzustand: Die Linie ermöglicht halbstündlich Anschlüsse auf der Relation Steffisburg <> S1 Aaretal und auf der Relation Thun, Zentrum Oberland <> S1 Aaretal. Am Bahnhof Steffisburg wird stündlich (in der Hauptverkehrszeit halbstündlich) ein schlanker Anschluss von/nach Konolfingen /Burgdorf gewährt. Die Linie verkehrt im 15 Minutentakt, Zeitliche Verfügbarkeit: 6 20 Uhr, Mo So

Regional- und Ortsbuskonzept Spiez

Das bestehende Ortsbuskonzept Spiez wurde im Jahr 2002 erstellt und 2012 sowie 2019 aufgrund von neuen Rahmenbedingungen überarbeitet (Bestrebungen zur Verlegung des Regionalverkehrs zwischen Spiez und Interlaken von der Schiene auf die Strasse und Kapazitätsengpässe im Bereich Spiezwiler). Das vorgeschlagene Konzept «Ortsbus Spiez 2013» wurde jedoch nicht realisiert.

Der Grosse Rat des Kantons Bern hat im März 2017 definitiv entschieden, die ÖV-Erschliessung von Därligen und Leissigen in Zukunft mit einem Busangebot sicherzustellen. Diese Umstellung des Regionalverkehrs von der Bahn auf den Bus und die damit einhergehende Aufhebung der Linie 65 mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 waren unmittelbarer Anlass für die Überprüfung und Weiterentwicklung des Ortsbuskonzeptes Spiez.

Mit dem vorliegenden neuen Ortsbuskonzept Spiez 2019 wurden folgende Anliegen und Problemstellungen geprüft: 

  • die Erschliessung von neuen Entwicklungsgebieten, etwa in Spiezwiler;
  • die bessere Erschliessung von heute nur teilweise oder gar nicht bedienten Quartieren und die Untersuchung der Erschliessung von Wohnquartieren abseits der Hauptachsen (die z.B. aufgrund der Topografie nicht dem fussläufigen Bereich zugeordnet werden können);
  • zweckmässige Anbindung der Schifflände bzw. des Schiffsverkehrs (heute Linie 64);
  • Transportkette mit Anbindung der Buslinien in Spiez an den Fernverkehr von/nach Bern;
  • integraler Takt auf den Hauptlinien;
  • die Vereinfachung und Systematisierung des heute sehr optimierten, aber in der Darstellung komplizierten Netzes. Dies beinhaltet die Überprüfung der Linien 61 – 63 sowie 66, im Hinblick auf die Einführung der neuen Linie 60 Spiez – Interlaken.

Als prioritär wurde der Ersatz der wegfallenden Erschliessung des Bürgquartiers durch die Aufhebung der Linie 65 sowie ein verbessertes Angebot für Spiezwiler behandelt.

Merkmale des neuen Konzepts sind folgende:

  • Linie 61 Spiez - Krattigen - Aeschi bleibt unverändert.
  • Linie 62 Spiez - Hondrich Fluh - Aeschi - Aeschiried führt neu ganztägig über die kürzere Route Hondrich Fluh, neu wird der Anschluss an beide IC von/nach Bern gewährleistet.
  • Linie 63 wird neu als Ringlinie in beide Richtungen geführt. In der Hauptverkehrszeit verkehrt sie zwischen Spiez – Spiezwiler – Spiez im 60-Min.-Takt und in der Nebenverkehrszeit nur auf dem Abschnitt Spiez – Spiezwiler im 30-Min.-Takt. Mit den «übrigen» Linien, die auf dem Abschnitt Spiez-Spiezwiler verkehren (Linien 66 und 210) ergibt sich für Spiezwiler ein durchgehender Halbstundentakt. Anschluss für Spiezwiler an den IC von /nach Bern.
  • Linie 66 Spiez – Spiezwiler – Emdthal – Aeschi fährt um 30 Minuten versetzt zur Linie 63. Sie soll um 2 Kurspaare erweiter werden.

ÖV Thun: Vertiefung Innenstadt

Bereits im ÖV-Konzept Agglomeration Thun (2011) wurde als Weiterentwicklung des Bussystems in der Stadt Thun von weiteren Durchmesserlinien, von alternativen Umsteigeplattformen und von tangentialen Verbindungen gesprochen. Im ÖV-Konzept der Stadt Thun (2018) wird dies konkretisiert und die Vertiefung Innenstadt als Massnahme festgehalten.

Im Rahmen der Studie ÖV Thun: Vertiefung Innenstadt wurden die Stossrichtungen und Massnahmen für die Weiterentwicklung der ÖV-Drehscheibe Innenstadt festgehalten. Verschiedene Möglichkeiten für neue Durchmesserlinien wurden ausgelotet. Als weiteres Thema wurde der Ansatz eines ÖV-Ringsystems für die Innenstadt mit unterschiedlichen Varianten geprüft. Es zeigte sich allerdings deutlich, dass alle untersuchten Varianten gewichtige Nachteile nach sich ziehen, weshalb die Idee eines Ringsystems verworfen wurde. Das Hauptthema war jedoch die Organisation der Buslinien bzw. Haltekanten am Bahnhof Thun. Als Ergänzung zum Bahnhofsplatz, dessen heutige Infrastruktur für den Busbetrieb völlig ausgeschöpft ist und der über keine Ausbaupotenziale mehr verfügt, wurden weitere Räume für zusätzliche Haltestellen und Umsteigepunkte in Bahnhofsnähe untersucht.

Als Ergebnis wurden die Aktivierung der Südseite des Bahnhofs zur Umlagerung von Bushaltestellen sowie die Stärkung der Haltestelle Postbrücke als Umsteigepunkt im Zielbild festgehalten. Sie sollen zusammen mit einer Neuorganisation der Bushaltestellen auf der Nordseite des Bahnhofs zu einer besseren Gesamtsituation für den ÖV am Bahnhof Thun beitragen. Die verschiedenen Massnahmen stehen in Abhängigkeit zueinander. Wenn die räumlichen und städtebaulichen Voraussetzungen auf der Südseite des Bahnhofs nicht geschaffen werden können, gibt es keine Lösung auf der Nordseite. Wenn eine Aufteilung der Bushaltestellen am Bahnhof Thun in Nord und Süd weiterverfolgt wird, ist die Haltestelle Postbrücke als zusätzliche (Bus-Bus-) Drehscheibe neben dem Bahnhof zu stärken. Diese ist ausserdem zur Wahrung der Innenstadtanbindung derjenigen Buslinien nötig, die zukünftig auf der Südseite des Bahnhofs halten werden. Zur technischen Machbarkeit und zur Planung der Infrastrukturen sind vertiefte Studien nötig.

ÖV-Konzept Stadt Thun 2035

Mit der Eröffnung des Bypass Thun Nord hat sich das Strassennetz in der Stadt Thun verändert. Die damit verbundenen flankierenden Massnahmen in der Innenstadt werden ebenfalls einen grossen Einfluss auf den öffentlichen Verkehr haben. Mit den Entwicklungsschwerpunkten am Bahnhof Thun und in Thun Nord (mit einer möglichen neuen S-Bahn-Haltestelle) ergeben sich weitere Bedingungen und Anforderungen, auf die hin zweckmässige Strategien und Massnahmen zum öffentlichen Verkehr formuliert werden müsse.

Das ÖV-Konzept Stadt Thun setzt sich neben grundsätzlichen konzeptionellen Überlegungen zur Kapazitätssteigerung mit den drei Lupen "Ausbauschritt Linie 21", "Erschliessung ESP Thun Nord" und "Linienführung Thun Süd" auseinander. Als Fazit werden ein Zielbild 2035 sowie ein Zwischenschritt abgeleitet und entsprechende Massnahmen formuliert.

Das ÖV-Konzept Thun 2035 ist somit einerseits eine Richtschnur für die nächsten und weiteren Ausbauschritte im ÖV, andererseits stellt es aber auch eine gut abgestützte Position seitens ÖV in den anstehenden Planungsverfahren dar.

Der mit den Ortsplanungen in Thun und Steffisburg konsolidierte Bericht wurde vom Ausschuss der RVK 5 am 5. März 2018 beschlossen. Die digitale Version des Berichts kann bei der Geschäftsstelle der RVK 5 bezogen werden.

S-Bahn Haltestelle Thun Nord

Im Gebiet des kantonalen Premium-Entwicklungsschwerpunktes ESP Thun Nord werden zahlreiche neue Arbeitsplätze im Norden Thuns geschaffen. Die neue Aarequerung, der "Bypass", führt als neue Hauptachse durch das Gebiet. Die zusätzlichen Arbeitsplätze im ESP Thun-Nord werden eine dichte Erschliessung mitels ÖV erforderlich machen.

Bereits in der Studie ÖV-Konzept Agglomeration Thun wurde für die künftige Erschliessung des Gebiets mit "Bypass" mögliche Szenarien aufgezeigt. Mit einer neuen S-Bahn Haltestelle unter der Alpen-Brücke und in Verbindung mit einer neuen Tangentiallinie Steffisburg - ESP Thun Nord - Thun Südwest könnte eine attraktive Pendlerverbindung von/nach Bern geschaffen werden. Der ESP Thun Nord wäre damit ideal erschlossen. Zudem bietet die neue Erschliessung in mehrfacher Hinsicht eine grosse Chance für die Agglomeration Thun:

  • Der über 60 ha umfassende ESP Thun Nord erhält die dringend notwendige ÖV-Anbindung.
  • Das Verkehrssystem in der Innenstadt und um den Bahnhof Thun kann entlastet werden.
  • S-Bahn und Stadtbus können besser verknüpft werden.

Um die neue S-Bahn Haltestelle Thun Nord mit hoher zeitlicher Priorität zu realisieren, ist deren Aufnahme in den STEP Ausbauschritt 2030/35 durch das BAV notwendig, damit die Finanzierung gesichert ist.

Als Grundlage für die Beurteilung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses hat die RVK 5 eine Potenzialstudie und ein Argumentarium erarbeiten lassen und hat diese in Koordination mit dem AÖV dem BAV zukommen lassen.  

Bis Ende 2018 wird de Bundesrat die Botschaft zuhanden des Parlaments verabschieden und ab 2019 im Parlament beraten. Das letzte Wort hat das Parlament - und bei einem Referendum das Volk.

Zusätzliche Informationen zur S-Bahn Haltestelle Thun Nord und zum Stand im parlamentarischen Prozess finden Sie auf der Website des Komitees "Nächster Halt Thun Nord".

ESP Bahnhof Thun

Nach den Neubauten im Aarefeld und der Gestaltung des Bahnhofplatzes konzentriert sich die städtebauliche Entwicklung nun auf die Areale Rampenstrasse und Seestrasse. Dabei wird der kantonale ESP Bahnhof Thun auf das Areal Scherzligen-Rosenau ausgedehnt. Die Verlegung der Seestrasse und die Neugestaltung des Ländtebereichs sind hierbei die wichtigsten Gestaltungsmassnahmen. Der Bahnhof Thun wird in Zusammenarbeit mit dem Kanton sowie mit SBB, BLS und STI weiter optimiert und zur effizienten regionalen Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs aufgewertet. Eine gemeinsame Leitplanung wird als wirksames Koordinationsinstrument dienen.

Im Rahmen der Arealentwicklung ist die zukünftige Entwicklung des öffentlichen Verkehrs, namentlich vor allem der Busse, zentraler Bestandteil der Planungen. Der Bahnhof und speziell die ihn umgebenden freien Flächen müssen für ein Nachfragewachstum genügend Reserven aufweisen.

Versuchsbetrieb Verlängerung Heimberg, 2014-2017

Die Verlängerung der Buslinie 3 bis Heimberg, Dornhalde ist eine Empfehlung zur besseren Erschliessung des Gebiets Heimberg aus dem ÖV-Konzept Thun-Nord.

Der Versuchsbetrieb konnte ohne kurzfristige bauliche Massnahmen realisiert werden und läuft seit Dezember 2014 für drei Jahre. Bereits heute ist absehbar, dass die Vorgaben bezüglich Nachfrage und Kostendeckungsgraf erreicht werden. Die Linienverlängerung soll deshalb ab 2018 ins kantonale Grundangebot aufgenommen werden.

ÖV-Konzept Agglomeration Thun, 2011

Bus, Tram oder Stadtbahn - wie sieht die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in der Agglomeration Thun 2030 aus? Diese und weitere Fragen wurden im Rahmen einer Vorstudie für das RGSK TOW der 1. Generation angegangen.

Das ÖV-Konzept Agglomeration Thun zeigt mögliche künftige Weiterentwicklungen für den ÖV auf. Wichtiger Bestandteil der Analyse bildet die Grobabschätzung des künftigen Fahrgastaufkommens sowie die damit verbundene künftige Entwicklung des Busnetzes.

 
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