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Dienstag, 21.Mai 2013

Vom 28. Mai - 14. Juni findet das Fahrplanverfahren statt.


Simmental / Saanenland

Fahrplan 2013: Öffentliche Mitwirkung Bahnersatzbus Boltigen-Zweisimmen

Seit dem Fahrplanwechsel vom 11. Dezember 2011 verkehren die Regio-Züge (Lötschberger) im Stundentakt zwischen Bern und Zweisimmen. Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur, der zusätzlichen Kurse sowie den finanziellen Auswirkungen bei einem Wegfall der Kurzwende in Zweisimmen, können die Bahnhalte in Weissenbach und Grubenwald nicht mehr stündlich durchgeführt werden.

Als Ersatz für den Wegfall der Zugshalte alle zwei Stunden, verkehrt seit dem Fahrplanwechsel ein Bus. Das Angebot ist heute so ausgerichtet, dass es morgens gute Anschlüsse in Richtung Bern und abends schlanke Übergänge von Bern her bietet. Der Bus verkehrt zwischen 08:30 – 19:30 Uhr. Zwischen 06:00 – 08:00 Uhr und ab 20:00 Uhr hält jeder Regio-Zug in Weissenbach und Grubenwald.

Der Fahrplan 2013 soll besser auf die regionalen Bedürfnisse optimiert werden. Für das Fahrplanjahr 2013 stehen drei zusätzliche Fahrplanvarianten zur Diskussion. Die Gemeinden Boltigen und Zweisimmen wurden dazu eingeladen, die künftige Ausrichtung des Angebots mitzubestimmen. Die Regionale Verkehrskonferenz Oberland-West führt eine öffentliche Mitwirkung durch, um ein möglichst ausgewogenes Bild der Wünsche und Anliegen zu erhalten.

Hinweis: Bei der Ausrichtung der Fahrpläne handelt es sich um das Angebot von Montag - Freitag. Alle beteiligten Stellen sind bemüht, eine Lösung für das Wochenendangebot zu finden.

Während der Auflagefrist kann jede Bürgerin/ jeder Bürger der Gemeinden Boltigen und Zweisimmen schriftlich und begründet Einwendungen erheben und Anregungen unterbreiten. Die Eingaben sind schriftlich an die Regionale Verkehrskonferenz Oberland-West, c/o Entwicklungsraum Thun (ERT), Fliederweg 11, Postfach 3601 Thun oder per E-Mail an info(at)erthun.ch, zu richten.

Mitwirkungsdossier Bus Boltigen-Zweisimmen (PDF)

Nutzen Sie die Gelegenheit und nehmen an der ÖV-Umfrage des Kantons Bern teil: www.be.ch/umfrage

Umstellungsstudie Lenk-Zweisimmen

Mit dem Angebotsbeschluss 2005-2008 erteilte der Grosse Rat der Regierung den Auftrag, die Zweckmässigkeit der Bahnbedienung auf vier schwach frequentierten Bahnlinien, u.a. auf der Linie Zweisimmen-Lenk, zu überprüfen. Das öffentliche Verkehrsangebot zwischen Zweisimmen und Lenk steht als solches nicht zur Diskussion, sondern nur die Wahl des Verkehrsmittels (Bahn oder Bus). Die Ergebnisse der Untersuchungen liegen in der Studie „Überprüfung des Verkehrsmittels zwischen Zweisimmen und Lenk“ vor. Nach einer Variantenreduktion wurden folgende drei Varianten bezüglich Angebotsqualität, Wirtschaftlichkeit, Umwelt und Sicherheit vertieft untersucht:

  • Erschliessung mit Schmalspurbahn: status quo als Referenzvariante
  • Umstellung auf Bus: Schnellbus zwischen Zweisimmen und Lenk plus zusätzliche Buslinie mit Halt an allen Stationen
  • Umstellung auf Normalspur: ohne Halt zwischen Zweisimmen und Lenk (mit Direktzügen Bern-Lenk) plus parallele Buserschliessung

Je nach Gewichtung der verschiedenen Aspekte fällt die Beurteilung der Varianten unterschiedlich aus. Bezüglich Angebotsqualität schneidet die Normalspurvariante besser ab als die Referenzvariante, die Busvariante hingegen etwas schlechter. Hinsichtlich der Betriebswirtschaftlichkeit schneidet die Normalspurvariante deutlich schlechter ab als die Referenzvariante, die Busvariante hingegen besser. Die volkswirtschaftliche Bewertung schliesslich, die nebst der Angebotsqualität und der Wirtschaftlichkeit auch die Umwelt und Sicherheit einbezieht, kommt zum Ergebnis, dass die Normalspurvariante um 1.2 Mio Franken jährlich teurer ist als der Referenzfall, die Busvariante hingegen um 0.82 Mio. Franken günstiger.

Aufgrund der zu erwartenden Frequenzsteigerungen und Erhöhung des Kostendeckungsgrades auf dem Abschnitt Zweisimmen-Lenk, weil die Bahn wesentlich zur Attraktivität der Region als Wohn- und Wirtschaftsstandort (insbesondere Tourismus) beiträgt und aus ökologischen und raumplanerischen Gründen (erwartete Verschiebung des Modal-Splits zuungunsten des ÖVs bei Umstellung auf Bus) haben sich die betroffenen Gemeinden Lenk, St.Stephan und Zweisimmen und die RVK-OW in ihren Stellungnahmen für die Beibehaltung des bestehenden Angebots, d.h. der Schmalspurbahn, ausgesprochen.

Der Grosse Rat hat in der März-Session 2009 entschieden, dass die Strecke Zweisimmen-Lenk weiterhin als Bahnlinie (Schmalspur) betrieben werden soll.

Weitere Planungen

Kleinere Planungen im Simmental / Saanenland finden Sie im Regionalen Angebotskonzept 2010-2013

 
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